Eine Brunnengeschichte (Johannes 4, 1-15):
Zunächst geht es um den Durst nach Wasser, unseren leiblichen Durst, den Jesus kennt, wie wir.
Dann gibt Jesus dem Gespräch eine andere Richtung.
Durst nach Leben, davon redet Jesus plötzlich.
Uns Menschen dürstet es nach mehr als nur nach Wasser.
Jesus weiß: auch unsere Seele dürstet.
In uns allen steckt die Sehnsucht nach erfülltem Leben, nach Sinn und Ziel, nach Glück und Gelingen, nach Liebe und Leben.
Jesus sieht mit der samaritanischen Frau nicht nur auf das, was Menschen nicht richtig machen.
Er sieht nicht nur auf das, was die Samariter anders tun und glauben.
Er sieht, woran Menschen leiden.
Er sieht, wonach Menschen dürsten.
Leergebrannt, enttäuscht, unerfüllt, war die Frau am Brunnen.
Jesus spricht sie behutsam darauf an:
„Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann!“