Der gewölbte Keller meiner Großeltern: Kühl. Ein bisschen feucht mit Lehmboden. Der Geruch von Erde und Vorrat. Auf den Holzregalen lagen die Äpfel – jeder einzeln, auf Zeitungspapier. Wir Kinder durften sie nicht einfach nehmen. „Die müssen über den Winter reichen“, hieß es. Und wenn man dann doch einen bekam – einen besonders schönen – dann war das wie ein kleines Fest.
Oder das Trocknen der Apfelschnitze: Die Küche roch nach Herbst. Nach Süße und Wärme. Wir Kinder zogen die Schnitze auf Fäden, wie Perlen. Und später hingen sie im Keller – eine ganze Girlande aus Apfelduft. Im Winter ein Stück davon zu kauen, war wie ein Gruß aus der warmen Jahreszeit.
Der Apfel – er ist ein Symbol für das Gute, das bleibt. Für das, was Gott wachsen lässt. Für das, was uns nährt – den Körper und die Seele.