Krisen im AlterSeelsorge in Zeiten der Pandemie im Altenpflegeheim

Handreichung für die Seelsorge in Altenpflegeheimen

Die Pflegeinrichtungen öffnen wieder vorsichtig ihre Türen, auch für die Seelsorge. Die Handreichung ordnet die gegenwärtige Situation in der Altenpflegeheimseelsorge ein und gibt konkrete Empfehlungen für die seelsorgerliche Arbeit in diesen veränderten und komplexen Situationen.

Auch Krisen haben Phasen. Wir sind noch mitten in der Pandemie, aber nach heutigem Stand nicht mehr in der aktuten Krise, sondern auf dem Weg zu einem veränderten, kontinuierlichen Verlauf. In den Pflegeeinrichtungen wird ganz existenziell um eine "neue Normalität" gerungen. Hier ist es von lebenserhaltender Relevanz, ein Gleichgewicht zu finden zwischen dem Schutz vor Infektion und dem Schutz vor sozialer Isolation.

Gottesdienstekönnen in den Pflegeheimen ab sofort wieder gefeiert werden, sofern die Rahmenbedingungen geklärt sind. Die Gottesdienste finden im Sommer - soweit es das Wetter zulässt im Freien statt. Bei geeigneten Plätzen im Innenhof oder im Garten finden sich die Bewohner:innen zu einer gemeinsamen Gottesdienstfeier im Gründen ein oder sie verfolgen das Gottesdienstangebot auf den Wohnbereichen durch die geöffneten Fenster.

Seelsorge in Krisenzeiten

Für gläubige Menschen fällt - aktuell - mit der Seelsorge ein wichtiger Aspekt der Lebensgestaltung fort. Aus diesem Grunde sind Gebetsforen und Gottesdienste, die über elektronische Medien ausgesandt werden, sowie in regelmäßigen Zeitabständen ausgesandte Briefe aus der Mitte der Gemeinde und der Pfarrämter sehr wichtig. Die Botschaft muss lauten: Ihr seid nicht vergessen, ihr habt einen festen und bedeutenden Platz in der Gemeinde.
Institut für Gerontologie - Universität Heidelberg - Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse

Ethische Aspekte der Seelsorge in Zeiten der Pandemie