Alter heuteHören im Alter

Ältere Menschen hören schlecht. Es gehört zur alltäglichen Praxis, mit den Bewohnerinnen und Bewohner im Pflegeheim lauter als gewöhnlich zu reden. Ca. 14 Millionen Menschen in Deutschland sind hörgeschädigt.

Der Anteil hörgeschädigter Menschen im Alter ist sehr hoch. 45 bis 75 Prozent der Bewohner im Altenpflegeheim hören schlecht. Man spricht von Schwerhörigkeit, wenn auf beiden Ohren das Hörvermögen eingeschränkt ist. Die Alterschwerhörigkeit hat häufig lärmbedingte oder stoffwechselbedingte Ursachen oder sie ist durch einen Tinitus bedingt. Häufig liegen mehrere Ursachen vor, die sich vermischen. In der Folge hören Menschen im Alter zunehmend schlechter. Sie kommunizieren in der Regel über die Lautsprache.

Trennung von Sprache und Nebengeräuschen

Damit ältere hörgeschädigte Menschen hören und das Gesagte verstehen können, ist es nötig, die Sprache von Nebengeräuschen zu trennen. Eine reduzierte Sprechgeschwindigkeit hilft enorm. Folgende Regeln fördern das Verstehen:

  • Langsam und deutlich sprechen
  • Keine tätigkeitsbegleitenden Anweisungen
  • Blickkontakt
  • Nicht schreien
  • Normale deutsche Umgangssprache (Keine Babysprache)

Hörgeräte als unterstützender Faktor in der Kommunikation

Hörgerate unterstützen das Hören und Reden zwischen Bewohnern und Pflegenden in den Altenpflegeheimen. Die Hörgeräte sind die Basis für eine gelungene Kommunikation. Die Pflegekräfte müssen ihrerseits geschult werden, um im Pflegealltag mit einem fachgerechter Kommunikationsverhalten das Hören zu erleichtern.
 

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