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Materialbörse

Monat Juli 2010

Erntebittstunde
Idee: Im Juli finden in vielen Gemeinden die Erntebitt-gottesdienste statt. Das Thema dabei ist oft „Natur; Wachstum; Freude und Arbeit bei Saat und Ernte …“
All das findet sich im Lied: Geh aus, mein Herz.
Es wäre daher denkbar, über die Andacht verteilt auch einmal wieder das ganze Lied zu singen / zu lesen

Material: Getreide (als Körner; als Ährenstrauß)

Glockengeläut

Begrüßung: Wir möchten jetzt gerne eine Andacht mit Ihnen halten. Und weil derzeit draußen auf den Feldern das Getreide heran reift – und weil derzeit in vielen Kirchen die Erntebittgottesdienste stattfinden – werden auch wir heute eine Art Erntebittandacht miteinander halten.

Wir feiern diese Andacht im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
(Alle): Amen.

Zu Beginn dieser Andacht singen wir das Lied zum Sommer: Geh aus, mein Herz … 503,
1-3

Gebet: EG Nr. 798

Gott danken; die Schönheit der Schöpfung bestaunen – das tut auch der Beter des 104. Psalmes: Lob des Schöpfers (Psalm 104)

Lobe den HERRN, meine Seele!
HERR, Mein Gott, du bist sehr herrlich;
du bist schön und prächtig geschmückt.
Licht ist dein Kleid, das du anhast.
Du lässest Gras wachsen für das Vieh
und Saat zu Nutz den Menschen,
dass du Brot aus der Erde hervorbringst,
dass der Wein erfreue des Menschen Herz
und sein Antlitz schön werde vom Öl
und das Brot des Menschen Herz stärke.
Du hast den Mond gemacht, das Jahr danach zu teilen;
die Sonne weiß ihren Niedergang.
Du machst Finsternis, dass es Nacht wird;
da regen sich alle wilden Tiere.
Wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon
und legen sich in ihre Höhlen.
So geht dann der Mensch aus an seine Arbeit
und an sein Werk bis an den Abend.
HERR, wie sind deine Werke so groß und viel!
Du hast sie alle weise geordnet,
und die Erde ist voll deiner Güter.
Es warten alle auf dich,
dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit.
Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie;
wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt.
Die Herrlichkeit des HERRN bleibe ewiglich,
der HERR freue sich seiner Werke!
Ich will dem HERRN singen mein Leben lang
und meinen Gott loben, solange ich bin.
Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!

Lied: Geh aus, mein Herz … 503 – Strophen 7+8

Der Weizen wächset mit Gewalt … - so heißt es im Lied. Und das sieht man derzeit auch draußen, auf den Feldern.

Zeigen oder herumreichen:
- Ährenstrauß
- Schale mit Weizenkörnern
- fühlen – riechen – vielleicht auch schmecken …

Im Gespräch mit den Bewohnern kann es gehen um:
- Feldarbeit im Sommer
- Gartenarbeit im Sommer
- Bodenbereitung und Brache
- Freude, wenn etwas wächst
- verschiedene Getreidearten und ihre Verwendung
- Sorge: Gewitter, Hagel … macht alles zunichte
- Evtl. auch: wie war das in der Mühle, im Back-haus …

Wer nicht schon in der Einleitung darauf hingewiesen hat, kann auch an dieser Stelle (noch einmal) erwähnen, dass derzeit auch die Zeit der Erntebittgottesdienste ist.
Wir haben über den Weizen (das Getreide) gesprochen. Dabei denkt man meistens zuerst daran, dass wir aus Getreide Brot backen. 
Aber Jesus hat einmal gesagt: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein! (Sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht)

Und so erzählt Jesus auch vom Getreide – aber er nimmt es als Bild / Vergleich für das Wort Gottes. Jesus erzählt das Gleichnis vom Sämann:

Lukas 8, 4-15 – in Auswahl:
Vom Sämann. (Matth. 13, 1-23; Mark 4,1-20)


Wer möchte, kann an dieser Stelle noch einmal ins Gespräch kommen zu folgenden Fragen:
- Wer war „mein Sämann“ – durch wen habe ich das Wort Gottes kennen gelernt?
- Wann war mein Glaube stark – wann war er schwach?
- In welchen Sorgen droht mein Glauben manchmal zu ersticken?
- Wie gut es doch tut, wenn einem der Glaube Halt gibt!
Wer noch viel Zeit hat, kann auch von Paul Gerhardt erzählen; von der Zeit im 30-jähringen Krieg; von der familiären Situation; von der Entstehung des Liedes: geh aus, mein Herz …

Dann können noch einmal Strophen aus dem Lied „Geh aus, mein Herz …“ gesungen werden; oder eins der anderen Lieder aus unserem „Fundus“

Gemeinsam gesprochenes Vater unser

Schlusslied: (Vorschläge zur Auswahl):
- Großer Gott, wir loben dich
- Nun danket alle Gott

Friedenswunsch reihum an alle; dazu die Hand geben
- Friede sei mit dir!
- Gottes Segen sei mit dir!
- (oder ein ähnlicher Wunsch)

Schluss-Strophe:
- Unsern Ausgang segne Gott
- oder ein Abendlied (Herr, bleibe bei uns …)

Segen:
Gott segne die Erde, auf der wir stehen.
Gott segne die Wege, auf denen wir gehen.
Gott segne die Ziele, die wir erstreben.
Gott segne die Menschen, mit denen wir leben.
So segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige – der Vater – der Sohn – und der Heilige Geist.

© Pfarrerin Irmtraut Endreß, Leonberg, und "Arbeitskreis Andacht im Samariterstift Leonberg"


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