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Keine Rose ohne Dornen

Eine der schönsten Blumen, die wir kennen die Rose ist mit Dornen gesegnet. Jeder der sich an diesen spitzen Waffen der Rosen schon wehgetan hat, weiß wie vorsichtig man sie behandeln muss.

Gerade die Rose, die uns mit ihrer Schönheit fasziniert, zeigt wohl wie keine andere Blume an, wie nahe Freude und Leid beieinander liegen. Die Erfahrung hat uns gelehrt, hinter aller Pracht verbirgt sich oft ein dorniger Weg.

So haben Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem die Massen zugejubelt.

Alle zeigten sich von ihrer schönsten Seite. Als aber der Blick auf die Dornen fiel, die das Leben für uns bereithält, da fühlten sich alle von Jesus getäuscht. Sie ließen ihrer Enttäuschung freien Lauf, indem sie ihm eine Dornenkrone aufsetzten.

Die Dornenkrone, die Jesus getragen hat, zeigt allen wie verletzlich er ist. Die Menschen weideten sich an seinem Unglück. Sie waren geradezu erleichtert, dass er an ihrer Stelle sich an den Dornen wehgetan hatte.

Die Dornenkrone hat Jesus deshalb so geschmerzt, weil es der sichtbare Beweis war, dass er nicht die Herzen der Menschen durchdringen konnte. Die Menschen wollten nicht sehen, welchen inneren Schmerz sie ihm mit der Dornenkrone zugefügt haben.

„Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“, dieses Bekenntnis erinnert uns, welche Menschenkenntnis und welche Liebe für das Zarte und Schwache Jesus auszeichnen.

Wenn wir wider besseres Wissen unsere Dornen ausfahren und anderen wehtun, dann wissen wir tatsächlich nicht, was wir tun.

Pfarrer Johannes Bröckel

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