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Gebete zum Tageslauf

Morgengebete

Jeden Schritt und jeden Tritt
geh du, lieber Heiland, mit.
Führe du mich ein und aus.
Bringe du mich selbst nach Haus.
 

Wie fröhlich bin ich aufgewacht,
wie hab ich geschlafen die ganze Nacht.
Hab’ Dank im Himmel du Vater mein,
dass du hast wollen bei mir sein.
Behüte mich auch diesen Tag,
dass mir kein Leid geschehen mag.
Amen
 

Ein neuer Tag ist da, hab Dank für Schlaf und Ruhe,
und sei mir heute nah bei allem, was ich tue.
Weiß nicht, was kommen wird, an Fülle und an Leere.
Sei du der gute Hirt, durchs Schöne wie durchs Schwere.
Dein Wort soll Prüfstein sein für wesentlich und wichtig,
das Maß für groß und klein und für verkehrt und richtig.
Hilf, wo ich etwas kann, die ganze Tat zu wagen,
und füllt mich Schwäche an, auch dazu Ja zu sagen.
Du hast mir Kraft verliehen auch diesen Tag zu leben.
Am Abend lass mich ihn dir fröhlich wieder geben.
Amen
 

Ich bin klein – mein Herz mach rein;
soll niemand drin wohnen als Jesus allein.
Amen

Sonne spendest du und Regen;
gibst uns Heimat, Brot und Dach.
Und auf allen unsren Wegen
gehen uns deine Augen nach.

 

© Irmtraut Endreß und der Arbeitskreis Andacht

Mittagsgebete

Komm, Herr Jesus, sei du unser Gast
und segne, was du uns bescheret hast.
 

Segne, Vater, diese Speise,
uns zur Kraft und dir zum  Preise.
Segne, Herr, was deine Hand
uns in Gnaden zugewandt.
Amen.

 

Du gabst der Welt das Leben,
gibst ihr das täglich Brot;
hast beides uns gegeben,
wir danken dir, o Gott.
Amen.

 

Das Brot vom Korn, das Korn vom Licht,
das Licht aus Gottes Angesicht,
die Frucht der Erde aus Gottes Schein.
Lass Licht auch werden im Herzen mein.

 

Alle guten Gaben,
alles was wir haben
kommt, o Gott, von dir.
Dank sei dir dafür.

 

Jedes Tierlein hat zu essen,
jedes Blümlein trinkt von dir.
Hast auch unser nicht vergessen.
Lieber Gott, hab Dank dafür.

 

Segne, Vater, diese Speise,
uns zur Kraft und dir zum Preise.
Wir bitten, Herr, sei unserem Haus
Ein steter Gast, tagein, tagaus,
und hilf, dass wir der Gaben wert,
die deine Güte uns beschert.

 

Allen Hunger, den wir haben,
stillen wir mit Gottes Gaben.
Alles Dürsten, das wir stillen,
stillen wir mit Gottes Willen.
Alle Sehnsucht ist erfüllt,
wenn Gott selbst als Nahrung gilt. 

 

© Irmtraut Endreß und der Arbeitskreis Andacht

   

Abendgebete

Müde bin ich, geh zur Ruh;
schließe meine Augen zu.
Vater, lass die Augen dein
über meinem Bette sein!

 

Breit aus die Flügel beide,
o Jesu, meine Freude,
und nimm dein Küchlein ein.
Will Satan mich verschlingen,
so lass die Englein singen:
Dies Kind soll unverletzet sein.

 

Schon wieder ist ein Tag zu End;
Herr, Gott, zu dir falt ich die Händ’,
dass ich im Frieden schlafen mag.
Stärk mich zu einem neuen Tag.

 

In deinem Namen schlaf ich ein!
Lass mich, Herr, dir befohlen sein.
Weil ich mir selbst nicht helfen kann,
so nimm dich meiner treulich an
und segne du mein junges Leben
und alles, was du mir gegeben.
Amen.

 

Alles kommt aus deinen Händen, 
alles lebt, weil du es willst,
alle unsere Not muss enden,
alles Leid, wenn du es stillst.

 

© Irmtraut Endreß und der Arbeitskreis Andacht

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