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2. "Ohne Anerkennung, Lob und Würdigung arbeitet es sich schwer"

net gschempft, isch globt gnuag - dieser schwäbische Grundsatz stimmt nicht immer

Entgegen des schwäbischen Leitgedankens „net gschempft, isch globt gnuag“ ist es so, dass Anerkennung und Lob einfach gut tun und motivierend wirken. Anerkennung und Lob geben Leistungsanreize, die jeder Mensch braucht.

Pflegende loben sich selbst und einander äußerst selten. Wenn etwas gelingt, ist das selbstverständlich. Umso schwerer werden Versäumnisse und Fehler thematisiert. Aber Fehler passieren: „Nur wer nichts tut, macht keine Fehler!“

  • Dem kann positiv entgegengesetzt werden: Wir loben uns selbst! Wir teilen, feiern unsere Erfolgserlebnisse, freuen uns miteinander. Dadurch entsteht Gemeinschaft und, so angespornt, eine Arbeitsatmosphäre, in der zunächst unmöglich Erscheinendes möglich werden kann.

Darüber hinaus ist günstig, ein soziales Netzwerk – möglichst quer durch alle Ebenen einer Einrichtung – aufzubauen, denn soziale Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen und Vorgesetzte kann vor Überforderung schützen.

Unter der Prämisse „fordern und fördern“ gehören zur Selbstpflege auch Weiterbildungs- bzw. Qualifizierungsmaßnahmen, welche die fachliche Kompetenz für die Bewältigung des Alltags vermitteln, aber auch gesundheitsfördernde Maßnahmen (z.B. Rückengymnastikpausen, Anleitung zu Entspannungstechniken etc.).

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