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"1. Eindrücke brauchen Ausdruck, sonst machen sie Druck!"

Schwätza hilft!

„Schwätza hilft“ – wer hat nicht schon die Erfahrung gemacht, dass es entlastend wirkt, sich etwas „von der Seele zu reden“? Also reden wir über das, was uns beschwert oder ärgert, und über das, was verändert werden soll.

Es kann hilfreich sein, sich eine Reihenfolge vorzunehmen:

  • Ich rede zunächst mit mir selbst, denke nach, spüre meinen Ärger, meine Wut, meine Trauer oder Tränen und prüfe dann: Was hat mit mir selbst zu tun, was nicht? Kann oder will ich etwas dagegen setzen? In der Selbstreflexion können sich bereits Lösungen abzeichnen bzw. finden.
  • Ich kommuniziere mit meinem sozialen Umfeld. Das ist meine Familie, meine Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen. Sie können helfen, die Situation zu klären, die Lage zu entspannen, Gefühle zu entwirren, und mit mir Lösungen entwickeln.
  • Ich nehme professionelle Unterstützung und Beratung in Anspruch, z.B. durch Seelsorgerinnen oder Supervisoren.

Zunächst geht es um mich selbst, dann greift mein soziales Umfeld und professionelle Helferinnen und Helfer können hinzukommen.

Eine nicht-sprachliche Möglichkeit als Anregung:

  • Erich Schützendorf, Diplom-Pädagoge in Viersen, hat mit Pflegenden „kleine Alltagsoasen“ auf den Wohn- und Pflegebereichen geschaffen (z.B. einen Liegestuhl mit Palmen, abgeschirmt durch einen Paravent). Jedes Pflegeteam konnte dabei seine eigenen Vorlieben und Gestaltungsmöglichkeiten erproben. (Im Sinne von Luise Reddemann: Ein Gegengewicht bilden zum beschwerlichen Pflegealltag.)

Wichtig wäre, dass Pflegende diese Freiräume bzw. Rückzugsmöglichkeiten erkennen, nützen und sie sich selbst und untereinander von Herzen vertrauensvoll gönnen. Damit einher geht aber auch, dass diese von Trägern und Leitungen anerkannt und damit legitimiert werden.

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