Ist der Heimplatz gefunden, die Aufnahme geglückt, der alte Haushalt aufgelöst, dann bleibt es ständige Aufgabe des Betreuers, die betreute Person
im Heim zu begleiten und zu unterstützen. Das ist nicht immer einfach,
denn der Betreuer ist ja keine Person, zu der über Jahre ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden konnte, sondern er ist sehr plötzlich und erst vor kurzer Zeit in das Leben der Betreuten getreten. Und im Verfahren der Heimplatzsuche, der Aufnahme und der Haushaltsauflösung muss er ihnen
oft eine Menge an Beschränkungen, an Desillusionierungen und Enttäuschungen zumuten.
Andererseits fällt es den Betroffenen auch nicht immer leicht, sich zu artikulieren, ihre Wünsche und Beschwerden deutlich auszudrücken. Da sollte es immer Raum für Nachfragen, Erklärungen und Gespräche geben, der den Betreuern aber ebenso zunehmend fehlt wie dem
Pflegepersonal in den Heimen.