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Gottesdienstablauf
  • Bauen Sie den Altar beobachtbar auf. Jeden Gegenstand können Sie benennen: Das weiße Tischtuch zum Zeichen des festlichen Beisammenseins. Das Kreuz: „Ich stelle jetzt das Kreuz auf den Tisch, weil wir zusammenkommen im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Kerzen anzünden: „Jesus hat gesagt: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Die Bibel: „Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren.“ Ähnlich Blumen, Kelch und Hostienteller, Salböl usw.
  • Eingangslied (z.B. EG 446; 324; 361)
  • Psalmgebet (z.B. Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte ...“)
  • Freies Eingangsgebet oder Liedvers (z.B. EG 161,1; 155,1; 503,14)
  • Die Ansprache geht von einem kurzen Merkvers aus, der im Verlauf mehrmals wiederholt wird, allein und gemeinsam gesprochen werden kann. In älteren Lutherbibeln sind die Merkverse fett gedruckt. Vielleicht fällt Ihnen zur Verdeutlichung ein Gegenstand oder ein Bild ein? Beispiel: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt“ (Psalm 91,1.2; Gegenstand zur Verdeutlichung: ein Regenschirm). „Freuet euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind“ (Lk 10, 20; Gegenstand zur Verdeutlichung: eine Schiefertafel) oder „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“ (Psalm 119,105; Gegenstand zur Verdeutlichung: eine Kerze oder eine Lampe). Eine frei gehaltene Ansprache ist besser, weil Schwerhörige von Ihren Lippen ablesen können. Manches kann man auch im Gespräch entwickeln. Planen Sie etwa 5 bis 7 Minuten für die Ansprache ein.

Freuet euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind

Lukas 10, 20
  • Lied (z.B. EG 391; 331; 503)
  • Abendmahlsteil (wenn möglich) Einleitung: „Schmecket und sehet wie freundlich der Herr ist, wohl dem der auf ihn traut.“ (Psalm 34,9). Einsetzungsworte gemeinsam: „Der Herr Jesus in der Nacht...“. Gebet: „Herr ich bin nicht wert, dass du einkehrst unter meinem Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund. Amen“. Austeilung: Gute Erfahrungen habe ich mit der Intinctio gemacht. Wir teilen – nach einer kurzen Erklärung – meistens zu zweit aus. Die erste Person gibt die Hostie in die Hand, die zweite hält den Kelch, in den die Hostie getaucht wird, und sagt ein persönliches Wort. Für sehr hilflose Besucher tauchen wir ein. Dankgebet: gemeinsam Psalm 103,1-4: „Lobe den Herrn, meine Seele...“
  • Fürbitten: frei formuliert, hier könnte man an Angehörige, Pflegemitarbeiter, Bettlägerige und Verstorbene denken (ersatzweise Liedvers EG 484,3; 445,5)
  • Vaterunser
  • Segen – Jeder Besucher bekommt dabei ein Kreuz mit Öl auf die Stirn oder die Hand. (Es dauert nicht so lange, wenn zwei segnen und salben können.)

Als Schlusslied eignet sich am besten das Lieblingslied des Jahres (z.B. EG 376, 321, 623).

 

Gertraude Reich-Bochtler, in: Evangelische Landeskirche in Württemberg / Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. (Hrsg.) V.i.S.d.P. Dr. Antje Fetzer, Ich will euch tragen. Handbuch, Arbeitshilfe für die Seelsorge in der Altenpflege, 2006, S. 63-64.

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