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Konkrete Tipps
  • Es empfiehlt sich, die Form des moderierten Rundgesprächs zu wählen, damit nicht alle durcheinander reden und jeder, der will, auch mal drankommt.
  • Was nicht mit dem eigenen Leben in Verbindung zu bringen ist, „funktioniert“ nur selten. Geschwister zum Beispiel haben oder hatten viele – und auch als Einzelkind kann man so manches berichten. Es gilt, die Erlebnisse und Erfahrungen der Teilnehmenden wachzurufen und an sie anzuknüpfen. Denn „die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können“ (Jean Paul). Viele hilfreiche und wertvolle Anregungen für die Vorbereitung gibt die Praxismappe „Bausteine Altenarbeit“ (s.u.).
  • Manche Bewohner sehen noch ganz gut und lesen den anderen immer wieder gerne vor. Deshalb empfiehlt es sich, will man beim Gesprächsnachmittag darauf zurückgreifen, bei der Ankündigung des Themas im Aushang der Einrichtung darauf hinzuweisen, auch die Lesebrillen mitzubringen.

Bilder und Gegenstände laden zum Erzählen ein.

  • Laden Sie die Bewohner bei der Vorankündigung dazu ein, zum Thema passende Bilder oder Gegenstände mitzubringen – Familienfotos, alte Bibeln, Urlaubskarten (zum Thema „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen“) oder die Mineraliensammlung (zu: „Den Stein ins Rollen bringen“). Das alles lässt sich den anderen zeigen und dazu kann man wunderbar erzählen ...
  • Stellen Sie sich auf Unruhe ein. Demenziell erkrankte Menschen kommen zu spät, stehen während einer Veranstaltung oft auf, wandern umher oder verlassen einfach den Raum. Auch unterbrechen sie die Wortbeiträge der anderen, können sich überhaupt nur schwer an Regeln halten. Der eine beschwert sich, dass er nichts versteht, dem anderen ist es zu laut (deshalb beim Sprechen nicht so sehr auf laute, als vielmehr auf deutliche Aussprache achten!). Es kommt vor, dass jemand fast eine halbe Stunde lang bei einem Thema sehr engagiert mitdiskutiert – und dann plötzlich immer wieder nur einen einzigen Satz wiederholt.
    Solche Störungen provozieren natürlich Aggressionen – bei der Leitung und bei den anderen Teilnehmern. Manches kann man aber getrost ignorieren oder durch freundliches Zureden und Miteinbeziehen entschärfen (falls möglich, ist es hilfreich, jemanden vom Hauspersonal zur Veranstaltung hinzu zu bitten – die interessiert das Thema meistens auch).
  • Probieren Sie einmal aus, den Gesprächskreis nach außen zu öffnen und in der örtlichen Kirchengemeinde dazu einzuladen (Vernetzung der Seniorenarbeit).

 

Thomas Mann, in: Evangelische Landeskirche in Württemberg / Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. (Hrsg.) V.i.S.d.P. Dr. Antje Fetzer, Ich will euch tragen. Handbuch, Arbeitshilfe für die Seelsorge in der Altenpflege, 2006, S. 74-76.

Literatur: Haarhaus, Friedrich/ Becker, Dina (Hg.): Bausteine Altenarbeit. Praxismappe. Poster, Spiele, Bildbetrachtung, Feier,Geschichten, Gedichte, Lieder, Rätsel, Basteln, Turnen. Aachen. o. J.

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