Viele hilfe- und pflegebedürftige ältere Menschen haben ein großes Bedürfnis nach persönlichen Gesprächen, nach Zuwendung und Zuspruch. Mitarbeitende in diakonischen Diensten und Einrichtungen leiden oft darunter, dass dafür zu wenig Zeit ist. Umso wichtiger ist es, dass hilfe- und pflegebedürftige Menschen mehrere Bezugspersonen haben, deren Gegenwart ihnen gut tut. Neben den Mitarbeitenden in Pflege, Hauswirtschaft und Nachbarschaftshilfe und neben Angehörigen und Nachbarn sind das Haupt- und Ehrenamtliche aus der Kirchengemeinde.
Eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Bezugspersonen und der damit verbundenen Einrichtungen und Institutionen ist der Schlüssel für eine Intensivierung der Seelsorge im Alter:
gemeinsam lässt sich das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Seelsorge im Alter verbessern (Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, kleinere Aktionen …)
gemeinsam lassen sich Fortbildungsangebote entwickeln, die einer intensiven und reflektierten Seelsorgepraxis zu gute kommen (gemeinsame Einführungen und Grundschulungen, Vertiefungsangebote, Erfahrungsaustausch …)
gemeinsam lassen sich sinnvolle Rahmenbedingungen entwickeln, die für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Seelsorge im Alter notwendig sind (Arbeitskreis, regelmäßiger Erfahrungs- und Meinungsaustausch, Fundraising …)
Die Art der Zusammenarbeit und Vernetzung kann sehr verschieden sein, die Zahl der Beteiligten ebenso. Die Zusammenarbeit kann auf Orts-, Bezirks- oder Landkreisebene erfolgen und unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Sie soll niemanden überfordern und auf Entwicklung angelegt sein.
Das gemeinsam von evangelischer Landeskirche und Diakonischem Werk in Württemberg getragene Projekt Seelsorge im Alter unterstützt Kirchengemeinden und diakonische Dienste / Einrichtungen, die die Seelsorge im Alter fördern möchten. Grundlegend ist dabei eine fundierte Beratung, die sowohl fachliche Aspekte als auch den Prozess vor Ort im Blick hat. Nach Bedarf werden Fortbildungsangebote vermittelt oder durchgeführt. Wir unterstützen Sie bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen, ebenso bei der Erarbeitung sinnvoller Vereinbarungen und Strukturen. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Projektbeteiligten dient der eigenen Inspiration und Reflexion. Eigene Erfahrungen werden ausgewertet und anderen Gemeinden oder diakonischen Diensten / Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Die eigentliche Projektphase umfasst 12-14 Monate und startet im April / Mai 2013. Im Vorfeld beraten wir Sie, um die Möglichkeit und die Chancen einer Beteiligung am Projekt zu prüfen.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:
Dr. Joachim Rückle, 0711 1656-267, rueckle.j@diakonie-wuerttemberg.de
Marianne Baisch, 0711 1656-196, baisch.m@diakonie-wuerttemberg.de