Für die wachsende Zahl der Menschen über 65 Jahren gilt es, neben Bildungs-, Kultur- und Sportmöglichkeiten auch Beratungs- und Betreuungsangebote zu schaffen und auszubauen. Dafür müssen Landkreis, Kommunen, Parteien, Kirchen, Altenhilfeeinrichtungen, Vereine und Verbände diese Bevölkerungsgruppe in den Blick nehmen.
Bedarfe sind zu ermitteln und Angebote aufeinander abzustimmen. Man muss also miteinander reden und zusammenarbeiten oder im modernen Sprachgebrauch: Es müssen „Vernetzungen“ gebildet werden.
Am Beispiel der Stadt und des Landkreises Ludwigsburg soll gezeigt werden, wie ein vernetztes Versorgungssystem für ältere Menschen in den Bereichen der offenen, stationären und ambulanten Altenhilfe aussehen kann.
Die Bildung eines Netzwerkes setzt das Wissen um bestehende Strukturen vor Ort in der Kommune bzw. Gemeinde voraus. Zumeist braucht es einen „Motor“, der mit einer Idee die ersten Schritte auf den Weg bringt. Persönliche Beziehungen und eine konstante Zusammenarbeit erleichtern die Umsetzung von Ideen.
Gemeinsame Ziele verbinden und müssen zu Beginn festgelegt werden. Die Ziele sollten überschaubar sein. Das Zeitfenster bis zur Zielerreichung, der zeitliche Umfang, den die Partner einbringen können, die Vorgehensweise und andere Regularien sind zu bestimmen. Alle möglichen Beteiligten sind in diesen Prozess mit einzubeziehen, d.h. Partnerschaftlichkeit und gegenseitige Information sind Grundlagen einer effektiven Netzwerkarbeit.
Adelheid Bauer / Sabine Schmidt-Kotzur, in: Evangelische Landeskirche in Württemberg / Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. (Hrsg.) V.i.S.d.P. Dr. Antje Fetzer, Ich will euch tragen. Handbuch, Arbeitshilfe für die Seelsorge in der Altenpflege, 2006, S. 402-407.