Was ist Demenz und wie kann man sie feststellen?
Die Demenz ist nicht die Folge eines normalen Alterungsprozesses, sondern eine Gruppe/ ein Formenkreis von Erkrankungen des Gehirns, bei der Nervenzellen vorzeitig absterben.
Aufgrund unterschiedlicher Erscheinungsformen, zum Beispiel Morbus Alzheimer oder Multiinfarktdemenz, gibt es keine untrüglichen Zeichen, sondern Auffälligkeiten.
Diese Auffälligkeiten findet man in einem oder mehreren Orientierungsbereichen. So sind demenziell erkrankte Menschen eingeschränkt in der
Auffälligkeiten, die auf eine demenzielle Erkrankung hinweisen, sind:
Wer leidet darunter und was ändert sich für die Betroffenen?
Etwa 1,2 Millionen Bürger in Deutschland leiden an Demenzen, und die Tendenz ist steigend. Mit zunehmendem Alter erhöht sich der Prozentsatz der Betroffenen.
Da die Betroffenen ihre Nachlässigkeiten spüren, verändert sich ihr Tagesablauf kaum, wird aber geprägt von Kompensationsmechanismen wie Merkzetteln, Vertuschung und Überspielen der Einschränkungen. Langfristig tritt eine Überforderung in den alltäglichen Dingen ein, die bis hin zum kompletten Verlust der Eigenständigkeit führt. Für die demenziell Erkrankten findet dies ab einem bestimmten Stadium nicht bewusst statt, und sie selbst haben eher das Gefühl, dass sich das Umfeld verändet hat.
Schweregrade der Demenz und ihre Kriterien
Leicht:
Mittel:
Schwer:
Wer oder was kann helfen?
Betreuung und Seelsorge: Ziel ist hier die geistige Anregung und das Angebot von Geborgenheit. Zu beachten ist dabei,
medikamentöse Therapie:
Hierfür muss in jedem Fall ein Facharzt (Neurologe) hinzugezogen werden.
Weitere Informationen kann man erhalten von:
Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.
Haußmannstraße 6
70188 Stuttgart
info@alzheimer-bw.de
Zukunftsforum Demenz
Postfach 111353
60048 Frankfurt
www.zukunftsforum-demenz.de
Alzheimer Angehörigen Gruppe Tübingen e.V.
Kirchgasse 1
72070 Tübingen
Telefon: 0 70 71/2 24 98
Stephan Nowak, in: Evangelische Landeskirche in Württemberg / Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. (Hrsg.) V.i.S.d.P. Dr. Antje Fetzer, Ich will euch tragen. Handbuch, Arbeitshilfe für die Seelsorge in der Altenpflege, 2006, S. 434-436.