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Aging - Anti-Aging - Pro-Aging

Alter(n) diakonisch gestalten - wider die demografische Ignoranz!

1. Zukunft ist Alter

Das „so dominante Negativbild" des Alters muss überwunden und die Überzeugung gestärkt werden, „dass das Leben ein kontinuierliches Abenteuer mit immer neuen Herausforderungen ist". Das ist das Credo von Paul Baltes, des Doyens der deutschen Alternsforschung. Einen seiner letzten Vorträge hat er unter den Titel „Zukunft ist Alter" gestellt. Darin bringt er zum Ausdruck, dass es nicht einfach um die Zukunft von Alter und Altern geht, die wir irgendwie gestalten müssen. Vielmehr wird es eine Zukunft ohne Alter und Altern nicht geben.

Der gesellschaftliche Fortschritt hat uns die Chance für ein längeres und gutes Alter eröffnet. Das trifft vor allem auf das junge, das dritte Alter (70 bis 85 Jahre) zu. Das hohe, das vierte Alter (ab 85 Jahre) ist dagegen die große Unbekannte und Herausforderung der Zukunft. Aus dieser Gesamtlage ein differenziertes Bild vom Altern und seiner Zukunft zu gestalten, ist eine Herausforderung, die uns alle angeht.

Die gesellschaftliche Sicht des Alters ist nach wie vor negativ. In der Regel gilt als „alt", wer aus dem „Berufsleben" aus Altersgründen ausscheidet.
Angenommen wird, dass ab dem gesetzlich definierten Renteneintrittsalter die körperliche und seelisch-geistige Leistungsfähigkeit zurückgehen. Der Rückgang scheint biologisch-genetisch determiniert, der Altersstereotyp ist weitgehend negativ mit Nicht-Arbeit konnotiert, der Begriff „Alter" primär eine gesellschaftliche Kategorie.

Aus der Sicht der Biologie oder der Psychologie wird dagegen nur selten vom Alter und sehr viel häufiger vom „Altern" eines Menschen gesprochen. Der Begriff des „Alterns" hebt darauf ab, den Prozess des Altwerdens in den Blick zu nehmen. Dieser Prozess allmählicher Veränderungen beschränkt sich dabei nicht allein auf Verluste (wie Einbußen in den geschwindigkeitsbezogenen Arbeitsabläufen oder verringerte körperliche Leistungskapazität), sondern schließt auch produktive Kräfte des Alters (sozialkommunikative Kompetenzen, gut organisierte und leicht abrufbare Wissens-systeme) ein.

Meist stehen die Schwächen des Alters im Vordergrund, wenn in der Öffentlichkeit über Folgen des demografischen Wandels gesprochen wird. Auch die seriösen Medien sind davor nicht gefeit. In dem neu erschienenen DIE ZEIT-Lexikon wird „Alter" definiert als ein „komplexer […] Prozess, der charakterisiert ist durch irreversible Veränderungen im Bereich der Lebensfunktionen", einschließlich der „Abnahme der Leistungsfähigkeit aller Organe" ...

 

Klicken Sie bitte hier, um den ganzen Vortrag lesen oder herunterladen zu können.

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