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Entedankfest

Wir pflügen, und wir streuen

Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,

Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,

drumm dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt

und hofft auf ihn.

 

Wir pflügen, und wir streuen den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand:
der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und träuft,
wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drumm dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt
und hofft auf ihn.

Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein,
er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein
und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot:

es geht durch unsere Hände,
kommt aber her von Gott.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drumm dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt
und hofft auf ihn.

Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her,
der Strohalm und die Sterne,
der Sperling und das Meer.
Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst von ihm,
das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drumm dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt
und hofft auf ihn.

Er lässt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes Lauf;

er lässt die Winde wehen und tut den Himmel auf.
Er schenkt uns so viel Freude, er macht uns frisch und rot;

er gibt den Kühen Weide und unsern Kindern Brot.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drumm dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt
und hofft auf ihn
.

EG 508, 1-4
© Text: nach Matthias Claudius 1782

 

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