Welchen Wert messen wir Menschen bei, die nicht mehr produktiv sind, die sich selbst nicht mehr versorgen können, nicht mehr in unserem Sinne kommunizieren?
Indem Seelsorgerinnen und Seelsorger diesen Menschen den Frieden Gottes zusprechen, der höher ist als alle Vernunft, machen sie radikal ernst mit der Rechtfertigungslehre. Dies ist im besten Sinne "protestantisch". Es ist ein Protest gegen Leitbilder, die abhängigen, vergehenden Menschen die Lebensqualität und damit letztlich das Lebensrecht absprechen.
In die AltenPflegeHeimSeelsorge ist Bewegung gekommen. Sichtbares Zeichen dieses Aufbruchs sind die von der Konferenz für Altenheimseelsorge in der EKD nun vorgelegten Impulse zur Weiterentwicklung der AltenPflegeHeimSeelsorge in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Konferenz möchte damit einen Prozess anstoßen, sich innerhalb der EKD auf Grundstandards in der APHS zu verständigen. Angedacht ist ein dreijähriges Prozess. Unter den Stichworten Sammeln, Sichten und Stärken geht es in einem ersten Schritt um eine Bestandsaufnahme der APHS in den einzelnen Gliedkirchen, in einem zweiten um die Formulierung von Grundstandards für den Bereich der EKD und in einem letzten um deren bedarfsgerechter Umsetzung in den einzelnen Gliedkirchen.
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