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Demenz

Demenz-Gottesdienst

Depression im Alter

Demenz (nach lat.: ´mens’ = Verstand; ´de´ = weg) bezeichnet einen fortschreitenden Krankheitsverlauf, der in der Regel mit Veränderungen im Gehirn  und einem Abbau der Gehirnfunktionen einhergeht. Die geistigen, emotionalen und auch sozialen Fähigkeiten eines Menschen nehmen ab. Das Kurzzeitgedächtnis, das  Sprachvermögen und die Motorik werden beeinträchtigt, teilweise verändert sich auch die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen. Mit dem Alter steigt das Risiko einer dementiellen Erkrankung überproportional an. Die am häufigsten auftretende Form der Demenz ist die Alzheimer-Erkrankung.. Noch kann dieses Krankheitsbild nicht ursächlich behandelt werden.

Demenz-Gottesdienst: Mit demenziell erkrankten Menschen Gottesdienst zu feiern, stellt eine besondere Herausforderung dar.
Für die Gestaltung des Gottesdienstes ist vor allem folgendes zu beachten:
1. Die zeitliche Orientierung geht verloren.
2. Die Sprachfähigkeit reduziert sich.
3. Die sinnlichen Wahrnehmungsfähigkeiten bleiben erhalten.
4. Die seelische Bedürftigkeit nimmt zu.
Es ist die Atmosphäre und es sind die altbekannten Worte und Lieder, die aus der irritierenden Gegenwart herausholen in eine alte Sicherheit und Geborgenheit. Anstelle einer Predigt sind u.a. Glaubenssymbole zum Anfassen wichtig. Ziel ist, Vertrauen zu lernen, obwohl man alles Vertraute hat loslassen müssen. Das ist die ungeheure Aufgabe, die dementen Menschen auferlegt ist. Es ist unsere Aufgabe, dies mit ihnen zu lernen und für sie erfahrbar werden zu lassen.

Depression im Alter: Depressionen sind die häufigsten psychischen Störungen bei alten Menschen. Sie äußern sich vor allem in wiederholtem Klagen über ihre Lebenssituation, in Ängstlichkeit, in psychomotorischer Unruhe und in Schlafstörungen.

Verstärkende Faktoren dabei sind:
Abnahme und Verlust der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit, Vereinsamung, Rückzug, mangelnde Aufgaben sowie die ständige Angst, dementiell zu erkranken, anderen zur Last zu fallen und die vertraute Umgebung zu verlieren durch den Umzug in ein Heim.

Eine Altersdepression zeigt oft eine ähnliche Symptomatik wie eine Demenz.
Dazu gehören: Gedächtnisstörungen, kognitive Beeinträchtigung, psychomotorische Hemmung oder ängstliche Agitiertheit, Verlangsamung, Denkhemmung, sozialer Rückzug und körperliche Verwahrlosungstendenzen. Dies führt oft zu Fehldiagnosen und falscher Behandlung.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist: Depressive alte Menschen klagen über ihre Beschwerden, während dementiell Erkrankte eher dazu neigen, ihre Probleme zu verharmlosen und zu überspielen.

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